Mit Herz und Bauchgefühl zum Traumberuf

20.04.2020

Yannick Klaus und Emma Nottebohm machen einen Bundesfreiwilligen Dienst (BFD) in der Kita „Kartäuserweg“. Ein freiwilliges Jahr, das die Zukunftspläne der beiden gehörig durcheinander gewirbelt hat.

Yannick und Emma

„Mein Berufswunsch stand schon lange fest“, erzählt Yannick Klaus. „Ich wollte Polizist werden.“ Dafür hatte der 19-Jährige im Herbst letzten Jahres seine Fachoberschulreife gemacht. Was zur vollen Anerkennung noch fehlte, war ein einjähriges Praktikum. Er entschied sich für einen Bundesfreiwilligen Dienst in einer Kita. „Ich konnte schon immer gut mit Kindern“, erklärt Yannick. „Und die Kita Kartäuserweg liegt direkt bei mir um die Ecke.“ Ein kurzes Telefonat und ein persönliches Vorstellungsgespräch später, startete er als „Bufdi“ in der heilpädagogischen Gruppe der Kita in einen neuen Lebensabschnitt – ein Schritt, der sein ganzes Leben verändern sollte.

Ähnlich erging es Emma Nottebohm. Nach Ihrem Fachabitur wollte die 19-Jährige eigentlich zum Zoll, doch die Bewerbungsfrist für das laufende Jahr war schon vorüber. Ein freiwilliges Jahr erschien ihr genau das richtige, um die Zeit sinnvoll zu überbrücken. „Dass ich dieses Jahr mit Kindern verbringen möchte, stand für mich fest“, ist Emma heute froh über ihre Entscheidung. Auch ihre Aufnahme in die Lebenshilfe-Kita ging dann ganz schnell.

Die ersten Tage dort waren für die beiden völliges Neuland. „Ich hab anfangs schon an meinem Entschluss gezweifelt“, gibt Yannick zu. Doch mit jedem Tag und mit jeder neuen Aufgabe, die ihm neu zugetraut wurde, wuchs der Wunsch in ihm, Erzieher zu werden. „Als ich noch an meine Zukunft bei der Polizei glaubte, wusste mein Vater schon längst, dass das hier genau mein Ding ist“, gibt Yannick schmunzelnd zu. Diesen Sinneswandel hat auch Emma erlebt: „Es dauerte nur ein paar Wochen, dann war mir klar, dass ich genau das hier für immer machen möchte.“ Den Einstellungstest beim Zoll hat sie noch absolviert. Doch bevor das Ergebnis feststand, hatte sie sich schon gegen diese Ausbildung entschie-den. „Ich habe einfach auf mein Bauchgefühl gehört“, ist Emma glücklich über diese Neuorientierung.

Yannick und Emma werden im Herbst dieses Jahres die praxisintegrierte Ausbildung zum Erzieher bzw. zur Erzieherin (PiA) bei der Lebenshilfe machen. Im Gegensatz zur klassischen Erzieher-Ausbildung mit dem praktischen Anerkennungsjahr nach zwei Schuljahren, erstreckt sich bei dieser Ausbildungsform der schulische Anteil über drei Jahre an zwei Tagen die Woche. Der große Vorteil dieses Ausbildungsmodels: Es wird vom ersten Tag an vergütet.

Yannick und Emma werden während ihrer Ausbildung auch weiterhin in der Kita „Kartäuserweg“ arbeiten. Darüber sind sie besonders froh, denn dort kennen sie die Kinder und die Kinder kennen sie. „Die Kinder mögen uns“, ist Yannick schon ein bisschen stolz auf seinen guten Draht zu den Kindern. Doch nicht nur das Verhältnis zu den Kindern ist gut. Auch das Arbeitsklima im Team begeistert Emma. „Wir kommen alle sehr gut miteinander klar.“

Die Lebenshilfe Unterer Niederrhein bietet jungen Menschen in verschiedenen Bereichen die Möglichkeit im Rahmen eines BFD oder FSJ Erfahrungen zu sammeln. So werden in Wohneinrichtungen oder Werkstätten für Menschen mit Handicap sowie Kindertageseinrichtungen immer motivierte Freiwillige gesucht, die ein Jahr lang soziale Kompetenzen erlernen oder vertiefen möchten. Mehr Infos gibt es hier:

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