Schwimmen ohne Leistungsdruck

31.07.2017

Im Schwimmkurs des Familienunterstützenden Dienstes der Lebenshilfe lernen Kinder und Jugendliche mit Spaß und eigenem Tempo das Schwimmen kennen.

Schwimmen ohne Leistungsdruck

Wenn Andreas Hetzel über die Schwimmgruppe des Familienunterstützenden Dienstes (FuD) der Lebenshilfe erzählt, fallen ihn sofort einige interessante Geschichten ein. Eine war diese: „Einer unserer Kursteilnehmer schwamm plötzlich los“, berichtet Andreas Hetzel, „keiner von uns und nicht einmal er selber wusste, dass er es kann.“ Der anfänglichen Panik wich darauf Freude und Stolz. 


„Der Schwimmunterricht ist so individuell wie unsere Menschen“, sagt der Kursleiter Hetzel. Das mache jede Woche zum Erlebnis. Jeden Mittwoch trifft er sich mit acht bis zehn Kindern und Jugendlichen mit Handicap im Alter zwischen sechs bis 16 Jahren und vier weiteren Betreuern im Reeser Schwimmbad – und das seit über fünf Jahren. „Schwimmen zu können oder es zu lernen ist aber kein Muss“, sagt Hetzel. Im Schwimmkurs herr-sche kein Zwang und kein Leistungsdruck. Hier fördern die Betreuer und die Teilnehmer untereinander die per-sönlichen Stärken. Am Ende steht dabei oft das Seepferdchen – auch wenn das mal zwei Jahre dauern kann. „Das Kind gibt sein eigenes Tempo vor“, so Hetzel. „Es ist ein sehr emotionales Erlebnis für alle, wenn es das Schwimmabzeichen dann schafft.“ 

 
Besonders wichtig dabei: Der Anfang. Im Schwimmkurs des FuD der Lebenshilfe Unterer Niederrhein lernen die Kinder, sich an das Wasser zu gewöhnen. „Es ist wichtig, dass die Kinder erfahren, was dieses Element mit mir macht und welche Möglichkeiten sich mir damit bieten“, erklärt Hetzel und beklagt: „Nicht allen ist Wasser so vertraut.“ Das gelte für Menschen mit und ohne Handicap. Die Kinder können sich hier austoben, ausprobie-ren, miterleben und beobachten. Das Reeser Schwimmbad stellt dafür die Spielgeräte zur Verfügung. Der FuD-Kurs findet zudem während des regulären Badebetriebes statt - das schafft Begegnungen mit den anderen Schwimmbadnutzern. 

 
Der Ursprung des Kurses lag in einer Turngruppe. „Viele Eltern sprachen uns an, ob wir mit den Kindern schwimmen gehen können“, erzählt Hetzel. Der gelernte Heilerziehungspfleger besuchte mit Unterstützung der Lebenshilfe spezielle Rehasport-Kurse und ließ sich zum Rettungsschwimmer beim DLRG ausbilden. Alle zwei Jahre frischt er sein dort erlerntes Wissen wieder auf. Am Schwimmkurs der Lebenshilfe kann jeder mitmachen.

Informationen und Anmeldung zum Schwimmkurs und weiteren Angeboten vom Familienunterstützenden Dienst der Lebenshilfe Unterer Niederrhein bei Katrin Krebbing-Schmidt 02851 965278.



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