„Upcycling“ auf dem Wahrsmannshof

10.07.2017

Kunstvolle Möbel aus Müll entstanden bei dem zweitägigen Gemeinschaftsprojekt der Lebenshilfe Unterer Niederrhein und der Rheinschule Rees.

Aktion Müll im Idyll

Mit einer kreativen Idee aus etwas Altem wieder etwas ganz Besonderes machen – das war das Ziel des Pro-jektes „Müll im Idyll“ auf dem Wahrsmannshof in Rees. Hierbei bauten Mitarbeiter der Lebenshilfe Unterer Nie-derrhein und Schüler der Rheinschule Rees in einem zweitägigen Workshop Möbel aus alten Paletten, Korken, Dosen und Plastikflaschen. „Mir lag viel daran, bei so einem Projekt das Thema Nachhaltigkeit einzubringen“, erklärte Tuve von Bremen vom Wahrsmannshof die Idee dahinter. Möglichkeiten für kreative Tische und Deko-ration gab es hier viele. Die Teilnehmer bauten aus alten Dosen und Bambusrohren bunte Insektenhotels, ent-warfen aus Paletten eine Sitzlandschaft und einen Stehtisch. Die bunte Dekoration entstand aus bemalten CD-Rohlingen, gedrehter Schafswolle, Kronkorken und Schaumstoff. Das kunstvolle Möbelwerk bleibt auf dem Gelände des Wahrsmannshof stehen und soll nicht nur Insekten ein willkommener Erholungsort sein.

Tuve von Bremen konzipierte den zweitägigen, inklusiven Workshop gemeinsam mit Susanne Stiller von der Lebenshilfe. Schon seit fast zehn Jahren realisieren beide Institutionen gemeinsame Projekte wie die Ausbil-dung zum Umweltassistenten, das nachhaltige „Klima Kochen“ und den Bau von Fledermauskästen. „Ziel der arbeitsbegleitenden Maßnahmen ist es, die Persönlichkeitsentwicklung und berufliche Qualifikation unserer Mitarbeiter zu fördern“, sagte Susanne Stiller. Nachhaltigkeit und Inklusion seien hier ein großes Thema. So kam auch der Kontakt zur Rheinschule Rees zustande, die sich mit 21 Schülern an dem Projekt beteiligte. Ins-gesamt waren über 40 Menschen mit und ohne Handicap mit Spaß und Freude dabei.
„Durch den Fokus aufs künstlerische Schaffen wird kaum mehr ein Unterschied gemacht zwischen Schülern, Menschen mit Handicap, Lehrern oder Betreuern. Der Umgang miteinander wird schnell zu Selbstverständlich-keit durch den Rahmen der Kunst“, schwärmt Werner van Kevelaer, Lehrer an der Rheinschule Rees.
Für die künstlerischen und fachlichen Anleitungen gab es Tipps und Tricks von Profis. Schreinermeisterin Petra van Aken und die Künstlerinnen Brigitte Minten und Karin Locht leiteten die drei Workshops „Sitzmöbel“, „Sitzauflage und Wigwam“ und „Tisch und Beiwerk“. Alle drei hatten bereits durch vergangene Kunstprojekte wie „Niederrhein Inkognito“ mit der Lebenshilfe zu tun.

„Ich habe großen Wert darauf gelegt, dass jeder so mitarbeiten konnte, wie er kann“ sagt Brigitte Minten. „Das Resultat ist immer zweitrangig hinter der Freude am gemeinsamen Schaffen. Deswegen habe ich bei Farbe und Form keine Vorgaben gemacht.“
Initiator und Projektleiter Tuve von Bremen war begeistert: „Bereits am ersten Tag haben sich ganz schnell gemischte Gruppen gebildet und die Zusammenarbeit hat wirklich gut geklappt.“ Ein solches Projekt soll es von nun an alle zwei Jahre geben.

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