Wohnverbund Groin
In gut einjähriger Bauzeit wurde das Wohnheim Groin kernsaniert und in unmittelbarer Nachbarschaft ein Appartementhaus errichtet. Während dieser Zeit wurde der Heimbetrieb in das ehemalige Norberthaus nach Xanten verlegt.
Am 18. August 2008 begann der große Umzug zurück nach Groin. Für alle war das ein spannender Moment, weil durch die Sanierung das Wohnheim eine neue Struktur bekommen hat, kein Zimmer blieb unangetastet.
Neue Gruppenräume sind entstanden, Zimmer wurden vergrößert, die Küche wurde dezentralisiert. In den nun vier Gruppen mit jeweils einem eigenen Gruppenraum, eigener Küche und eigener Terrasse ist Platz für 21 Bewohner. Diese Reduzierung der Platzzahl ergab sich aus der
Auflösung der Doppelzimmer.
Eine Gruppe im Erdgeschoss bietet speziell dementen Bewohnern ein Zuhause, diesen steht ein geschützter Außenbereich zu Verfügung.
Aber keiner der 26 Bewohner, die vorher dort lebten, wurde jetzt wohnungslos. Für sechs ehemalige Bewohner begann der große Schritt in die Selbstständigkeit. Sie zogen in ihre eigenen Appartements im neu gebauten Haus. Zur Begrüßung wurde die Eingangstür von den angrenzenden Nachbarn mit einer Girlande versehen.
Auf gute Nachbarschaft
Ebenfalls neu entstanden sind Räumlichkeiten für die tagesstrukturierenden Maßnahmen für behinderte Menschen, die nicht in der Werkstatt beschäftigt sind, vornehmlich Senioren. Diese Räume befinden sich neben dem Wohnheim und verfügen über einen Tagesraum mit Küche, einen Beschäftigungsraum, einen Bewegungsraum, einen Snoezelraum, sowie eigene sanitären Anlagen.
Wohnheim und Appartementhaus bilden optisch eine Einheit, da gleiche Materialien verwendet wurden. Zwischen den Häusern soll in den nächsten Jahren ein Sinnes- und Demenzgarten entstehen, der in einem geschützten
Rahmen den Nutzern die Möglichkeit eröffnet, sich in der freien Natur aufzuhalten und sich dabei auch zu beschäftigen.
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