Sinnesgarten Rees
Der Sinnesgarten richtet sich nach den Grundsätzen der Antragsberatung „Qualitative Gärten“ der Stiftung Wohlfahrtspflege sowie nach allgemein gültigen Gestaltungsrichtlinien. Bei der Zielgruppe des Vorhabens handelt es sich primär um geistig und körperlich behinderte Menschen, die in einer stationären Wohneinrichtung oder in der Tagespflege betreut werden; sekundär um nicht behinderte Gartennutzer. Der Integrationsanspruch aller Nutzer, der in der gesamten Einrichtung verfolgt wird, soll auch durch diese Maßnahme gefördert werden.
Der Sinnesgarten ist Bestandteil einer weiträumigen Anlage und eines Parks, der allen Personen, die hier leben und arbeiten, offen steht. Auch die orientierten Nutzer sollen von der Anlage profitieren.
Im Bereich der Tagespflege entsteht zukünftig ein Gartencafé, um einen Anziehungspunkt auch für außen stehende Bürger zu schaffen. Die Terrasse eignet sich gut für Kaffee und Kuchen am Nachmittag und kann zu festen Zeiten geöffnet werden. Geeignete Vereine (Gartenbau), ein örtlicher Seniorenclub oder kirchliche Einrichtungen wie die Frauenhilfe sollten gezielt angesprochen werden. Eine entsprechende Öffentlichkeitsarbeit ist geplant und wird eingeleitet.
Auch freiwillig Engagierte sowie Betreuungspersonen für spezielle Maßnahmen innerhalb des Gartens können einen wertvollen integrativen Beitrag leisten. Die Gesamtanlage des Gartens bietet Kooperationsmöglichkeiten und kann das Interesse unterschiedlicher Gruppen wecken. Die Bäume der Obstwiese werden regelmäßig einen professionellen Schnitt benötigen, um dauerhaft ertragreich zu sein. Diese Maßnahme kann ebenso regelmäßig in
Zusammenarbeit mit dem örtlichen Kleingärtnerverein erfolgen wie die Pflege des Bauerngartens. Besonders in diesem Bereich wird die Einrichtung von „Gartenpaten“ angestrebt, sodass Menschen aus der Umgebung mit gärtnerischer Erfahrung zusammen mit den internen Gartennutzern die Bewirtschaftung übernehmen können.
Insgesamt bietet die Anlage diverse Möglichkeiten zur Zusammenarbeit mit externen garteninteressierten Menschen. Erfahrungen aus einer Vielzahl ähnlicher Projekte belegen das hohe integrative Potential dieser Aktionen.