Lebenshilfe Leitbild "Menschsein Inklusive"

„Menschsein inklusive“ – mit dieser Botschaft macht sich die Lebenshilfe Unterer Niederrhein auf den Weg in die Zukunft. Der Slogan ist zugleich Titel des neuen Leitbildes, das der Verein bei seinem Frühjahrsempfang erstmals präsentierte. An der Entwicklung waren Menschen mit und ohne Behinderung gleichermaßen beteiligt.

Menschsein inklusivezoom

Unter der Überschrift „Menschsein inklusive“ hat die Lebenshilfe Unterer Niederrhein zusammengefasst, wofür sie steht: Für Tugenden wie Respekt, Toleranz, Verantwortung und Zuverlässigkeit, die von Teilen der Gesellschaft heutzutage vernachlässigt werden. Für den Menschen und das Menschsein. Pflichten, Rechte, Spaß, Freundschaften – alles, was zum Menschsein dazu gehört, gibt es bei der Lebenshilfe inklusive. In Zukunft soll das Leitbild als Visitenkarte und Verhaltenskodex zugleich dienen. „Der Begriff der Inklusion symbolisiert unseren Leitgedanken wie kein anderer. Für ihn und unser Leitbild gilt: Er darf nicht nur auf dem Papier stattfinden, sondern muss im alltäglichen Miteinander gelebt und verinnerlicht werden“, stellt Geschäftsführerin Verena Birnbacher fest.

Deshalb hat die Lebenshilfe die vielen Eigenschaften, die ihr Handeln und Denken leiten, auf ein Plakat gebracht. Es stellt das vielseitige soziale, gesellschaftliche, berufliche und wirtschaftliche Angebot für Menschen mit und ohne Behinderung innerhalb und außerhalb der Lebenshilfe dar. Zu lesen sind Begriffe wie, „Akzeptanz“, „Unterstützung“, „Erfüllung“ oder „Entwicklung“. Das große Foto zeigt ein Beispiel für gelebte Inklusion. Menschen mit und ohne Behinderung nehmen mit einem Smartphone ein sogenanntes „Selfie“ auf – und haben sichtlich Spaß daran. Es ist ein Leitbild im wahrsten Wortsinn, zu dem sich die Lebenshilfe ganz bewusst entschieden hat. Sie hebt sich dadurch von der Vielzahl der üblichen Leitbilder ab, die ihre Grundsätze zumeist in langen Texten vermitteln.

Die Präsentation des Leitbildes anlässlich des Frühjahrsempfangs war nur der Anfang. In Zukunft soll es für jeden zugänglich und ein ständiger Begleiter für Menschen mit und ohne Behinderung in der Lebenshilfe und auch außerhalb sein. So wird das Plakat an stark frequentierten Plätzen in allen Lebenshilfe-Einrichtungen zu sehen sein. Darüber hinaus wird es Handzettel mit einer Erklärung des Leitbildes geben, die innerhalb und außerhalb der Lebenshilfe verteilt werden. In einem weiteren Schritt soll das Leitbild  so weiterentwickelt und in verschiedene Darstellungsformen überführt werden, dass es schließlich für jeden Menschen verständlich ist – und das unabhängig von der Art der Behinderung.

Leitbild, mit dem sich alle identifizieren können

Seit 2013 hat die Lebenshilfe Unterer Niederrhein viel Aufwand und Energie in die Entwicklung ihres Leitbildes gesteckt. „Was begleitet unsere tägliche Arbeit? Welche Werte vertreten wir? Was erwarten wir von jedem einzelnen? Und wie wollen wir wahrgenommen werden? – Fragen wie diese wurden dabei intensiv diskutiert. Vorstand, Personal, Eltern und Angehörige, Beiräte aus den Wohnheimen, Werkstattrat und Lebenshilfe-Rat haben dabei ihre Ideen und Vorstellungen eingebracht. Und das aus gutem Grund, wie Verena Birnbacher sagt: „Wir wollten so viele Menschen mit und ohne Behinderung wie möglich einbeziehen. Schließlich soll es ein Leitbild sein, mit dem sich alle identifizieren können. Nur dann wird es auch von allen getragen.“

In den Kreisen Kleve und Wesel bietet die Lebenshilfe Menschen mit Behinderung vielfältige Möglichkeiten im Bereich der Betreuung und Förderung – sei es durch die Kindertagesstätten, die Wohneinrichtungen, die Werkstätten oder den Familienunterstützenden Dienst. „Der Mensch steht bei uns immer im Mittelpunkt. Diese Haltung dürfen wir trotz aller wirtschaftlicher Faktoren nicht außer Acht lassen“, sagt Birnbacher. Durch die stets aktuelle Auseinandersetzung mit der Inklusionsdebatte rückte dieses Thema auch bei der Entwicklung eines Leitbildes in den Fokus.

 
 
 

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